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Flammenbaum
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Der Flammenbaumcite-ref-botanica2003-1-0[1] (Delonix regia) ist eine Pflanzenart aus der Unterfamilie Johannisbrotgewächse (Caesalpinioideae) innerhalb der Familie der Hßlsenfrßchtler (Fabaceae). Er wird auch Flamboyantcite-ref-burke2005-2-0[2] genannt, ebenso viele andere Arten der Johannisbrotgewächse. Seine ursprßngliche Heimat ist Madagaskar.cite-ref-nswfo-3-0[3] Er wird in den Tropen und Subtropen als Zierpflanze verwendet.
Contents
⢠Frucht und Samen
⢠Chromosomenzahl
⢠Taxonomie
⢠Nutzung
⢠Quellen
⢠Einzelnachweise
⢠Weblinks
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Beschreibung und Ăkologie
Erscheinungsbild, Rinde und Blatt
Der Flammenbaum wächst als Baum mit ausladender Krone, der WuchshĂśhen von 12 bis 17cite-ref-fop-4-0[4], selten bis zu 20cite-ref-foc-5-0[5] Meter erreicht. Er ist in kĂźhleren, subtropischen Gebieten sommergrĂźn und in tropischen Bereichen weitgehend immergrĂźncite-ref-burke2005-2-1[2]; er ist nicht frosthart. Die gräulich-braunecite-ref-foc-5-1[5] Borke ist anfangs relativ glattcite-ref-nswfo-3-1[3], später raucite-ref-foc-5-2[5]. Es wird eine mit Durchmessern von 6 bis 20 Metercite-ref-burke2005-2-2[2] weitausgebreitete, halbkugelfĂśrmigecite-ref-foc-5-3[5] Baumkrone gebildet.cite-ref-nswfo-3-2[3] Es werden zahlreiche ausladende Ăste gebildet. Die Rinde der Zweige ist schwach flaumig behaart und besitzt deutlich sichtbare Lentizellen.cite-ref-foc-5-4[5]
Die wechselständig an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel sowie -spreite gegliedert und 15 bis 60 Zentimeter lang. Der kahle bis flaumig behaarte Blattstiel ist 2 bis 4cite-ref-nswfo-3-3[3] oder 7 bis 12 Zentimeter lang, gefurcht und an seiner Basis verdickt.cite-ref-foc-5-5[5] Die doppelt paarig gefiederte Blattspreite besteht aus 7 bis 20 Paaren 2 bis 10 Zentimeter langer Fiedern 1. Ordnung, mit jeweils 10 bis 30 Paaren Fiederblättchen. Die kurz gestielten Fiederblättchen sind bei einer Länge von 5 bis 10 mm sowie einer Breite von 2 bis 4 mm elliptisch bis länglich mit schiefem unterem Ende und stumpfem oberem Ende. Die Blättchen sind anfangs flaumig behaart, besonders an den glatten Rändern und am deutlich erkennbaren Mittelnerv. Die Unterseite der Blättchen ist heller als die Oberseite.cite-ref-nswfo-3-4[3] Die Nebenblätter sind im unteren Bereich deutlich fiederteilig und im oberen Bereich borstenfÜrmig.cite-ref-foc-5-6[5]
BlĂźtenstand und BlĂźte
Die Blßtezeit liegt in Pakistan in den Sommermonaten;cite-ref-fop-4-1[4] in China reicht die Blßtezeit von Juni bis Juli;cite-ref-foc-5-7[5] in Australien liegt die Hauptblßtezeit zwischen Ende November und Februar mit einer Spitze im Dezember und einer Nachblßte bis Mai.cite-ref-burke2005-2-3[2] In einem end- oder seitenständigen, traubigen Blßtenstand stehen mehrere Blßten locker zusammen. Die kleinen Tragblätter fallen frßh ab. Der Blßtenstiel ist 4 bis 10 Zentimeter lang.cite-ref-foc-5-8[5]
Die groĂen, zwittrigen BlĂźten sind zygomorph und fĂźnfzählig mit doppelter BlĂźtenhĂźlle.cite-ref-nswfo-3-5[3] Der BlĂźtenboden ist diskusfĂśrmig bis kurz kreiselfĂśrmig.cite-ref-foc-5-9[5] Die fĂźnf fleischigen Kelchblätter sind bei einer Länge von 2 bis 2,5 Zentimeter langcite-ref-nswfo-3-6[3] verkehrt-eifĂśrmig und innen blutrotcite-ref-fop-4-2[4] und an den Rändern grĂźnlich-gelb.cite-ref-foc-5-10[5] Die BlĂźtenkrone besitzt einen Durchmesser von 7 bis 10 Zentimeter.cite-ref-foc-5-11[5]cite-ref-fop-4-3[4] Die fĂźnf mehr oder weniger ungleichen,cite-ref-nswfo-3-7[3] etwa 2 mm lang schlank genagelten,cite-ref-fop-4-4[4] freien Kronblätter sind bei einer Länge von 5 bis 7 Zentimeter und einer Breite von 3,7 bis 4 Zentimeter spatelfĂśrmig und während der Anthese zurĂźckgebogen.cite-ref-foc-5-12[5] Vier der Kronblätter sind leuchtend rot.cite-ref-nswfo-3-8[3] Ein Kronblatt (âdie Fahneâ) ist mit einer Breite von etwa 5 Zentimeter etwas grĂśĂer und weiĂ oder gelb mit rot gezeichnet.cite-ref-fop-4-5[4] Die zehn ungleichen, freien Staubblätter sind 3 bis 7 Zentimeter lang und damit hĂśchstens so lang wie die Kronblätter. Die dicken, scharlachroten Staubfäden sind im unteren Bereich wollig behaart und nach oben gekrĂźmmt. Die roten Staubbeutel sind etwa 5 mm lang. Das einzelne Fruchtblatt ist etwa 1,3 cm lang und enthält viele Samenanlagen. Der schlanke Griffel endet in einer kleinen Narbe.cite-ref-foc-5-13[5]
Frucht und Samen
Die mit einer Länge von 30 bis 60 Zentimeter sowie einer Breite von 3 bis 5 Zentimetercite-ref-nswfo-3-9[3] relativ groĂen, abgeflachten, relativ dicken,cite-ref-fop-4-6[4] leicht gekrĂźmmtencite-ref-foc-5-14[5] HĂźlsenfrĂźchte verholzen,cite-ref-nswfo-3-10[3] besitzen am oberen Ende den haltbaren Griffelcite-ref-foc-5-15[5] und enthalten jeweils 20 bis 40 Samen.cite-ref-fop-4-7[4]cite-ref-foc-5-16[5] Die anfangs grĂźnen HĂźlsenfrĂźchte verfärben sich beim Reifen erst rĂśtlich braun und dann schwärzlich-braun. Die gelblichen und braun gefleckten, glatt und harten Samen sind bei einer Länge von etwa 15 mm und einer Breite von etwa 7 mmcite-ref-foc-5-17[5] länglich-elliptisch im Umriss.cite-ref-nswfo-3-11[3] Die FrĂźchte reifen in China zwischen August und Oktober.cite-ref-foc-5-18[5]
Die Samen keimen oft nahe der Elternexemplare und so bilden sich oft dichte Bestände, dies wird manchmal durch Allelopathie begßnstigt. Die Hßlsenfrßchte kÜnnen bei Hochwasser ausgebreitet werden.cite-ref-pier-7-0[7]
Chromosomenzahl
Vorkommen, Gefährdung und invasive Pflanze
Die natßrliche Heimat von Delonix regia liegt nur im westlichen und nÜrdlichen Madagaskar.cite-ref-iucn-9-0[9]cite-ref-grin-10-0[10] Sie kommt nur in den Provinzen Antsiranana und Mahajanga vor. Sie gedeiht in Wäldern in subhumiden bis trockenen Klimaten.cite-ref-fom-11-0[11]
In der Roten Liste gefährdeter Pflanzenarten der IUCN wurde Delonix regia 1997 noch als âvulnerableâ = âgefährdetâ bewertet, aber 2011 als nicht gefährdet eingestuft. Die wichtigsten natĂźrlichen Teilpopulationen befinden sich rund um Antsiranana in Gebieten, die durch Holzkohleproduktion gefährdet sind.cite-ref-iucn-9-1[9]
Die dichten weitausladenden Baumkronen fĂźhren zur Verdrängung autochthoner Arten. Einige Berichte zu Delonix regia als invasive Pflanze: Auf den GalĂĄpagos-Inseln gibt es Bestände im trockenen Tiefland und feuchten Hochland. Auf Hawaii ist Delonix regia vereinzelt verwildert in niedrigen HĂśhenlagen, besonders an gestĂśrten Standorten mindestens auf der Insel Molokai. Auf Fidschi ist Delonix regia selten verwildert in HĂśhenlagen zwischen etwa 0 und 500 Meter. In Neukaledonien ist sie verwildert; auf den Weihnachtsinseln bildet sie Reinbestände um Elternexemplare herum, besonders an gestĂśrten Resten von Regenwäldern und an StraĂenrändern, und ist sehr konkurrenzstark gegenĂźber der dort heimischen Vegetation. Im australischen Northern Territory ist es eine invasive Pflanze in den KĂźsten-Monsun-Dickichten, die von Zyklonen beschädigt wurden.cite-ref-pier-7-1[7] In tropischen Gebieten Australiens ist Delonix regia an manchen Wasserläufen verwildert.cite-ref-nswfo-3-12[3] Es werden sandige, lehmige, tonige, saure bis basische BĂśden toleriert.cite-ref-arkive-6-1[6]
Der Flammenbaum ist auch in der Wilhelma in Stuttgart vertreten.
Taxonomie
Diese Art wurde nahe Foulpointe in Madagaskar durch Wenceslas Bojer entdeckt. Die Erstbeschreibung erfolgte 1829 unter dem Namen (Basionym) Poinciana regia Bojer ex Hook. in William Jackson Hooker: Botanical Magazine, Volume 56, Tafel 2884.cite-ref-biodiversitylibrarye-12-0[12] Mit dieser Art als Typusart Delonix regia (Bojer ex Hook.) Raf. wurde 1836 die Gattung Delonix Raf. durch Constantine Samuel Rafinesque-Schmaltz in Flora Telluriana, Band 2, S. 92cite-ref-biodiversitylibraryn-13-0[13] aufgestellt.cite-ref-tropicos-14-0[14]cite-ref-apni-15-0[15]cite-ref-grin-10-1[10] Weitere Synonyme fĂźr Delonix regia (Bojer ex Hook.) Raf. sind: Delonix regia var. flavida StehlĂŠ, Delonix regia var. genuina StehlĂŠcite-ref-tropicos-14-1[14] und Caesalpinia regia (Bojer ex Hook.) D.Dietr.cite-ref-powo-16-0[16]
Nutzung
Der schnellwachsendecite-ref-floridata-17-0[17] Flammenbaum wird in den gesamten Tropen und Subtropen als ZiergehĂślzcite-ref-grin-10-2[10] in Gärten, Parks und in Alleen genutzt. Es ist ein guter Schattenbaum. Es gibt einige Sorten, beispielsweise mit anderen BlĂźtenfarben. Die Vermehrung erfolgt Ăźber Samen (nicht sortenecht) oder Stecklinge.cite-ref-floridata-17-1[17]cite-ref-botanica2003-1-1[1] Sämlinge benĂśtigen bis zur BlĂźhreife 10 Jahre oder länger.cite-ref-floridata-17-2[17] Sehr häufig beschädigen die stark wachsenden Wurzeln Beläge von Wegen und StraĂen.cite-ref-burke2005-2-4[2] Der Flammenbaum gedeiht in den USDA-Klimazonen 10 bis 12, er ist nicht frosthart und verträgt keine Lufttemperaturen unter etwa 7 °C.cite-ref-floridata-17-3[17] Ein sonniger und vor starken Winden geschĂźtzter Standort ist empfehlenswert.cite-ref-floridata-17-4[17]
Trivialnamen in anderen Sprachen
Durch die weite Verbreitung als Zierpflanzen gibt es viele Trivialnamen in anderen Sprachen:cite-ref-pier-7-2[7]
⢠Karolinische Sprache: fåyårbaw, nfayarbaw
⢠Chamorro: arbol del fuego, arbol del fuego, atbot, atbot, atbut
⢠Hochchinesisch: feng huang mu
⢠Chuukesische Sprache: meei flower
⢠Englisch: falsa acacia, flambouyant, flamboyant, flame of the forest, flame tree, peacock flower, poinciana, red tree, royal poinciana
⢠Fidschi: sekoula
⢠FranzÜsische Sprache: flamboyant, pacayer
⢠Hawaiische Sprache: âohai âula
⢠Kiribatische Sprache: te tau, te tua
⢠Japanische Sprache: howoboku
⢠MÄori (Cook-Inseln): marumaru, pÄtai, pĹŤ pÄŤ, puka kai, rÄkau tÄmarumaru
⢠Nauruische Sprache: bin
⢠Niueanische Sprache: pinÄ
⢠Palauische Sprache: nangiosåkura, nangyo
⢠Pohnpeanische Sprache: pilampwoia weitahta
⢠Samoanische Sprache: elefane
⢠Spanische Sprache: årbol del fuego, atbot det fuegu, flamboyån, malinche
⢠Tahitianische Sprache: pakai, puke, raâar marumaru
⢠Tongaische Sprache: âohai
⢠Penrhynische Sprache: pÄtai
⢠Sprache auf dem Tuamotu-Archipel: faefae
⢠Tuvaluische Sprache: fuaitansanga, fuatausaga
⢠Ulithische Sprache: warapig
⢠Wallisianische Sprache: âohai
⢠Yapesische Sprache: sakuranirow
⢠Vietnamesische Sprache: Hoa phưᝣng vĊ
Quellen
⢠Dezhao Chen, Dianxiang Zhang, Kai Larsen, Supee Saksuwan Larsen: Delonix: Delonix regia - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China, Volume 10 â Fabaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 2010. ISBN 978-1-930723-91-7 (Abschnitt Beschreibung und Nutzung).
⢠Syed Irtifaq Ali: Caesalpiniaceae: Delonix regia, In: Flora of Pakistan, Volume 54. (Abschnitt Beschreibung).
Einzelnachweise
cite-note-botanica2003-11. â Gordon Cheers (Hrsg.): Botanica. Das ABC der Pflanzen. 10.000 Arten in Text und Bild. KĂśnemann Verlagsgesellschaft, 2003, ISBN 3-8331-1600-5, S. 293.
cite-note-burke2005-22. â Don Burke: The Complete Burke's Backyard: The Ultimate Book of Fact Sheets. Murdoch Books, 2005, ISBN 1-74045-739-0, S. 269 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
cite-note-nswfo-33. â B. Wiecek: Delonix regia bei New South Wales Flora Online. Abgerufen am 5. März 2013.
cite-note-fop-44. â Syed Irtifaq Ali: Caesalpiniaceae: Delonix regia, In: Flora of Pakistan, Volume 54.
cite-note-foc-55. â Dezhao Chen, Dianxiang Zhang, Kai Larsen, Supee Saksuwan Larsen: Delonix: Delonix regia - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China, Volume 10 - Fabaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 2010. ISBN 978-1-930723-91-7.
cite-note-pier-77. â Eintrag bei Pacific Island Ecosystems at Risk = PIER. letzter Zugriff am 7. März 2013.
cite-note-ipcn-88. â Delonix regia bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. Louis.
cite-note-iucn-99. â Delonix regia in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2014. Eingestellt von: M. Rivers, 2011. Abgerufen am 12. Februar 2022.
cite-note-fom-1111. â Delonix regia bei Madagascar Catalogue. Abgerufen am 5. März 2013.
cite-note-biodiversitylibrarye-1212. â ErstverĂśffentlichung eingescannt bei biodiversitylibrary.org.
cite-note-biodiversitylibraryn-1313. â Neukombination eingescannt bei biodiversitylibrary.org.
cite-note-tropicos-1414. â Delonix regia bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. Louis, abgerufen am 5. März 2013.
cite-note-apni-1515. â Eintrag bei Australian Plant Name Index = APNI. Abgerufen am 5. März 2013.
cite-note-powo-1616. â Datenblatt Delonix regia bei POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science.
cite-note-floridata-1717. â Delonix regia Common Names: royal poinciana, flamboyant tree, flame tree, peacock flower Family: Fabaceae/Leguminosae (bean Family) - Steckbrief bei Floridata. letzter Zugriff am 7. März 2013.
cite-note-duke-1818. â Delonix regia (Fabaceae) (englisch). In: Dr. Duke's Phytochemical and Ethnobotanical Database, Hrsg. U.S. Department of Agriculture, abgerufen am 17. Juli 2021.
Weblinks
Commons
: Flammenbaum (
Delonix regia
)
â Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Flammenbaum
â Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
⢠Delonix regia bei Useful Tropical Plants.
⢠Flammenbaum (Delonix regia) - Steckbrief bei Baumkunde.de.